Artenschutz & Lebensraummanagement
Die Förderung und der Schutz artenreicher Lebensräume und seltener Tier- und Pflanzenarten erfordern fundierte Kenntnisse über ihre ökologischen Eigenheiten und Ansprüche, Verbreitung und Gefährdungsursachen. Unsere SpezialistInnen bieten:
- Kartierung von Lebensräumen und Vegetation
- Erhebung von Artvorkommen von Pflanzen, Heuschrecken, Libellen, Tagfaltern, Amphibien, Reptilien und Vögeln
- Pflegepläne, Schutz- und Entwicklungskonzepte
- Schutz- und Förderkonzepte für gefährdete Tier- und Pflanzenarten
- Naturschutzfachliche Inventare, Beurteilung der Schutzwürdigkeit von naturnahen Objekten
- Gutachten zu biologischen Auswirkungen von Bauprojekten (UVB)
- Planung und Begleitung bei Neuanlage von Lebensräumen, z.B. für Wiederherstellung und Ersatz
- Erfolgs- und Wirkungskontrollen zur Beurteilung der Entwicklung von Lebensräumen und Populationen
Referenzprojekte
Aktionspläne Libellen GL, TG, ZH, AG
Für gezielte Schutz- und Fördermassnahmen gefährdeter Libellenarten werden Grundlagen aufbereitet sowie die aktuellen Vorkommen und Lebensräume kartiert. Anschliessend werden Vorschläge von Umsetzungsmassnahmen wie die Erstellung neuer Gewässer oder artspezifische Pflegemassnahmen ausgearbeitet und begleitet.
AuftraggeberIn: Diverse Kantone, seit 2015
- Projektleitung:
- Dr. Daniela Keller
Pflegepläne für die Moore des Kantons Zug
Für die Moore des Kantons Zug werden seit 2015 die Pflanzengesellschaften kartiert und naturschutzrelevante Pflanzen, Libellen, Heuschrecken sowie Tagfalter erhoben. Basierend darauf und gestützt auf die aktuelle landwirtschaftliche Praxis wird – in Zusammenarbeit mit dem Büro für Faunistik und mit Agrofutura – für jedes Gebiet ein differenzierter Pflegeplan erarbeitet.
AuftraggeberIn: Amt für Raumplanung Kanton Zug, seit 2015
- Projektleitung:
- Dr. Nina Richner
Kommunales Inventar Natur und Landschaft
Der Schutzzonenplan der Gemeinde Feusisberg aus dem Jahr 2006 musste revidiert werden. Dazu wurde das Inventar der schutzwürdigen Biotope und Landschaftselemente geprüft und wo nötig aktualisiert. Weitere potenzielle Flächen wurden ausgeschieden und es wurde ein Vorschlag für eine Schutzverordnung erarbeitet.
AuftraggeberIn: Gemeinde Feusisberg, 2023
- Projektleitung:
- Nina Lohri
Begleitung Sanierung Jagdschiessanlage Embrach
Zur Altlastsanierung der Jagdschiessanlage Embrach haben wir die Naturwerte erhoben und die Entwicklungsziele Naturschutz erarbeitet. Zusammen mit Moorhydrologen von Naturplan haben wir das Konzept für die naturschutzfachliche Rekultivierung erstellt. Wiederherstellung und angemessener Ersatz werden mit einer ökologischen Bilanzierung berechnet. Zusammen mit Naturplan erbringen wir die ökologische Baubegleitung der Sanierung und Rekultivierung. Dazu gehören die Detailplanung und Fachbauleitung der baulichen Rekultivierung, die Organisation der Begrünung sowie der Erstellungspflege.
AuftraggeberIn: Fachstelle Naturschutz / Jagd- und Fischereiverwaltung Kanton Zürich, seit 2014
- Projektleitung:
- Dr. Urs Landergott
Gebietsbetreuung überkommunale Naturschutzobjekte
Als lokale Naturschutzbeauftragte der Fachstelle Naturschutz betreuen wir Naturschutzgebiete und weitere Vertragsflächen in verschiedenen Regionen des Kantons Zürich. Dies beinhaltet die Umsetzung einer zielgerichteten Pflege von Wiesen- und Streuflächen zusammen mit den Bewirtschaftenden, die Planung und Organisation von Unterhalts- und Aufwertungsmassnahmen an Gehölzen und Waldrändern, Moorgräben und Kleingewässern, sowie zur Bekämpfung von invasiven Neophyten.
AuftraggeberIn: Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, seit 1997
- Projektleitung:
- Dr. Conny Thiel-Egenter
- Dr. Urs Landergott
Landschaftsprojekt Oberes Tösstal
Im Auftrag des Vereins Schmetterlingsförderung im Kanton Zürich werden im Tösstal seltene Tagfalter sowie weitere gefährdete Tier- und Pflanzenarten gefördert. Dazu werden in der gesamten Landschaftsmatrix geeignete Lebensräume in Bezug auf Anzahl, Qualität und Vernetzung optimiert.
AuftraggeberIn: Verein Schmetterlingsförderung im Kanton Zürich, seit 2020
- Projektleitung:
- Andreas Hofstetter
Publikationen
2001 - 2019
Csencsics, D, G Dušej, R Holderegger, D Keller (2019) Sind die Vorkommen des Lungenenzian-Ameisenbläulings vernetzt?. Les populations de l’azure des mouillères sont-elles interconnectées? Nature + Paysage. Natur + Landschaft: Inside: 27-31.
Holderegger, R, A Bergamini, M Büttner, P Braig, U Landergott & Info Flora (2019) Seltene Pflanzen im Kanton Schaffhausen: Herkunft – Lebensräume – Gefährdung – Schutz. Neujahrsblatt der Naturforschenden Gesellschaft Schaffhausen 71: 1–103.
Richner, N, C Thiel-Egenter, C Nienhuis, J Schnyder (2019) Einfluss verschiedener Unterhaltsmethoden an Böschungen auf Fauna und Flora ASTRA-Forschungsprojekt VSS 2016/223 auf Antrag des Schweizerischen Verbands der Strassenverkehrsfachleute (VSS).
Klaiber, J, F Altermatt, S Birrer, Y Chittaro, F Dziock, Y Gonseth, R Hoess, D Keller, H Küchler, H Luka, U Manzke, M.A Pfeifer, C Roesti, K Schneider, J Schlegel, P Sonderegger, T Walter, R Holderegger, A Bergamini (2017). Fauna Indicativa. WSL Berichte 54: 198 S.
Webseite zum Libellenschutz: libellenschutz.ch
Richner, N, C Ruprecht & D Fischer (2015) Erste Vollzugserfahrungen beim Verkauf gebietsfremder Problempflanzen. Zürcher Umwelt Praxis (ZUP) 81: 25-28.
Schütz, P & K Fischer (2015) Schmalblättriges Greiskraut – Invasion einer giftigen Pflanze. GPlus 16: 36-37.
Schütz, P & K Fischer (2015) Schmalblättriges Greiskraut- giftige Inhaltsstoffe als Problem. Unterhaltplus 3: 62-63.
Csencsics, D, T Aavik, C Hedinger, R Holderegger, R Home, D Keller, I Seidl, M.J van Strien, A Zurbuchen, J Bolliger (2014) Lebensraumvernetzung in der Agrarlandschaft. Chancen und Risiken. Merkbl. Prax. 53: 8 S.
Fischer, K & U Landergott (2014) Schmalblättriges Greiskraut: Bekämpfungspflicht. Zürcher UmweltPraxis (ZUP) 77: 35-36.
Hoess R., W Marggi, N Richner, K Schneider, A Bergamini & T Walter (2014) Laufkäfer aus Auengebieten des Kantons Aargau aus den Jahren 2008–2013 (Coleoptera: Carabidae). Mitteilungen der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft 87 (3-4), 337-358.
Richner, N, L Durocher, HP Roher & T Walter (2014) Heubläser als Alternative zum Heurechen: Einfluss auf die Vegetation nach vier Jahren. Agrarforschung 5(5):188-195.
Keller, D, MJ van Strien, R Holderegger (2013) Landschaftsgenetik: Ausbreitung der Sumpfschrecke als Beispiel. Génétique du paysage: exemple par la propagation du criquet ensanglanté. N+L inside 1/13: 20-23.
Keller, D, I Seidl, C Forrer, R Home & R Holderegger (2013) Schutz der Helm-Azurjungfer Coenagrion mercuriale (Odonata Coenagrionidae) am Beispiel des Smaragd-Gebiets Oberaargau. ENTEMO HELVETICA 6: 87-99.
Walter, T, S Eggenberg, Y Gonseth, F Fivaz, C Hedinger, G Hofer, A Klieber-Kühne, N Richner, K Schneider, E Szerencsits, E. & S Wolf (2013) Operationalisierung der Umweltziele Landwirtschaft Bereich Ziel- und Leitarten, Lebensräume (OPAL). ART-Schriftenreihe 18, 1-138.
Hepenstrick, D, R Holderegger, D Keller (2012) Monitoring von Populationen der Helm-Azurjungfer Coenagrion mercuriale (Odonata: Coenagrionidae): Was taugen zwei Begehungen pro Saison? ENTEMO HELVETICA 5: 139-145.
Scheiber, S & U Landergott (2012) Waldrand Feusi beim Egghof hat Potenzial. Papillon – Infoblatt des Vereins Schmetterlingsförderung im Kanton Zürich, Nr. 10.
Keller, D, S Brodbeck, I Flöss, G Vonwil & R Holderegger 2011 Ausbreitung und Besiedlungsgeschichte der Zierlichen Moosjungfer Leucorrhinia caudalis in der Schweiz (Odonata: Libellulidae). ENTEMO HELVETICA 4: 139-152.
Walter, T, N Richner, P Ruckstuhl & HP Rohrer (2011) Heu rechen oder Heu blasen: Grundlagen für ein Monitoring der Pflanzenarten und Pflanzengemeinschaften auf der „Oberen Stöckmatt“, Stansstad (NW). ART & ProNatura, pp. 1-24.
Eggenschwiler L, K Jacot Ammann, N Richner N & K Boerlin (2010) Verborgene Vielfalt im Acker: Untersuchungen zum Schutz der Ackerbegleitflora. ART-Schriftenreihe 14, 33-39.
Humbert, J-Y, N Richner, J Sauter & T Walter (2010) Wiesen-Ernteprozesse und ihre Wirkung auf die Fauna. ART-Bericht 724
Eggenschwiler, L, N Richner, D Schaffner & K Jacot (2007) Bedrohte Ackerbegleitflora. Wie erhalten und fördern? Agrarforschung 14, (5), 206-211
Landergott, U & M Lorez (2004) ArtenlistenCH – Gefässpflanzen und Moose: Eine FileMaker-Anwendung für verschiedene Datenbanken zur Schweizer Flora.
Landergott, U (2001) Merkblatt Artenschutz: Dryopteris cristata (L.) A. GRAY. ZDSF/CRSF, Genf.
Weitere Projekte
Monitoring Scharlachlibelle im Kanton Thurgau: Kartierung und Massnahmenvorschläge; Kanton TG, 2020–2024
Glatttalautobahn: Ökologische Planungsbegleitung zu Auswirkungen des geplanten Spurausbaus auf Fledermäuse; in Zusammenarbeit mit Fledermausschutz Kanton Zürich; ASTRA / Arge CSKKD, seit 2021
Kartierung Fauna Flora im Hinblick auf die Revitalisierung des Gebiets; Holinger AG, 2023–2024
Ökologisches Gutachten und Baubegleitung; Basler & Hofmann, 2023–2024
Kartierung der Wasserpflanzen im Greifen- und Pfäffikersee; AWEL Gewässerschutz, seit 2024
Bilanzierung der Verbreiterung und Neukonzessionierung der Sihlhölzlibrücke mit der Renat-Methode; Tiefbauamt Stadt Zürich, 2024
Pilotprojekt Nachweis seltener Rotwidderchenarten mit Lockmittel (Attractants) im Kanton St. Gallen; OePlan GmbH, Bahnhofstr. 15a, 9450 Altstätten, 2024
Optimierung und Sicherung von wertvollen Böschungen im Kanton Zürich; Pro Natura Zürich, seit 2024
Kartierung der biologischen Grundlagen der Moorflächen in den Tallagen des Kantons Zug; Amt für Raumplanung Kt. ZG, Abteilung Natur und Landschaft (NALA) , 2024–2025
Erfolgskontrolle Tagfalter und Heuschrecken im Hinblick auf die Auswirkungen der Beweidung von zwei Lichten Wäldern im Zürcher Tösstal; Fachstelle Naturschutz Kt. ZH, seit 2024

















