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Wertvolle Biberaktivität im Wald – Wasserrückhalt während Trockenperioden
Am 21. August 2026 führte die Biberfachstelle des Kantons Zürich eine Exkursion für den Privatwaldverband Wil durch. Besucht wurde ein seit mindestens fünf Jahren bestehendes Biber-Familienrevier am Schwarzbach in der Gemeinde Wil, direkt an der Grenze zu Deutschland.
Die Teilnehmenden – Jung und Alt – zeigten sich sehr interessiert und stellten zahlreiche Fragen. Die Biberfamilie hat hier ein eindrückliches Revier mit mehreren Dämmen und einer Burg geschaffen. Besonders imposant ist der Hauptdamm zum Schutz der Burg: Er ist mittlerweile fast 30 Meter breit, schlingt sich um mehrere Bäume und zählt damit zu einem der breitesten Biberdämme der Schweiz. Die Gemeinde lässt die Biber auf der Waldparzelle gewähren.
Durch die Dämme wurde eine grössere Waldfläche vernässt. Es entstehen Totholz, Flachwasserzonen und dynamische, wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Besonders deutlich zeigt sich der Wert dieser Biberlandschaft in den aktuellen Hitze- und Trockenperioden: Obwohl der Wasserstand im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken ist, staut sich hinter den Dämmen weiterhin Wasser. Die Biberdämme gewährleisten den Wasserrückhalt in der Landschaft und helfen den Grundwasserspiegel zu heben. Wenn kleinere Bäche im Sommer austrocknen, bleiben die Biberteiche hinter den Dämmen oftmals als letzte Wasserreservoire bestehen (https://www.infofauna.ch/de/beratungsstellen/biberfachstelle/der-biber/oekosystemingenieur/secheresses#gsc.tab=0).
Nicht überall in der Schweiz kann die Biberaktivität uneingeschränkt zugelassen werden, umso wichtiger und wertvoller sind vom Biber geschaffene Lebensräume, wie am Schwarzbach.
Fotos: © Daniel Thon, © Biberfachstelle

