Gewässerökologie
& Fischerei

Mit viel Einsatz und Sachverstand gehen wir wichtigen Fragen rund um Bäche, Flüsse, Seen auf den Grund. Die vielfältige Welt von Fischen und Flusskrebsen erforschen wir mit eigener Elektrofang-Ausrüstung, Reusenfallen, Brutboxen, Temperatur-Loggern, Kamera und Schnorchel – oft auch im Team mit weiteren Fachleuten. Wir analysieren komplexe Fragestellungen rund um Artenschutz, Vernetzung, Hochwasserschutz sowie Wasserkraft und legen in der Berichterstattung Wert auf eine sachliche Trennung von Fakten und Interpretation.

Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Buoholzbach;

Gde Oberdorf & Wolfenschiessen (NW), 2016-2017

Projektleitung Christof Elmiger

Hochwasserschutz und Naturschutz sind keine Gegensätze mehr. Moderne Hochwasserschutzprojekte beinhalten heute eine begleitende Umweltplanung und nutzen auf diese Weise Synergien mit dem Gewässerschutz. Am Buoholzbach helfen wir als Fachspezialisten für Gewässer- und Fischökologie mit, im Rahmen des UVB-Verfahrens die vorhandenen Revitalisierungschancen bestmöglich zu nutzen. Unsere Aufnahmen des Ist-Zustands (Fischbestand, Fischlebensraum, Breiten- und Tiefenvariabilität) waren eine wichtige Grundlage zur Defizitanalyse und Entwicklung von Wirkungs- und Umsetzungszielen. Die elektrischen Abfischungen wurden vom FORNAT-Abfischungsteam ausgeführt. Diese Grundlagen werden helfen, nach Projektabschluss den Erfolg der Revitalisierungsmassnahmen objektiv zu überprüfen.

Abfischungen NAWA;

BAFU, 2014-2017

Projektleitung Alexandre Gouskov

Im Rahmen des BAFU-Programms zur nationalen Beobachtung der Oberflächengewässerqualität (NAWA) war die FORNAT in Zusammenarbeit mit Fischwerk (Projektleitung), Aquatica und Aquabios für die Erhebung und Bewertung der Fischbestände zuständig. Die Arbeiten Umfassten quantitative Abfischungen, Datenauswertung, Beurteilung und Weiterentwicklung der NAWA Fischmonitoring-Methodik.

Ein Aktionsplan für unsere Flusskrebse;

FJV Kanton Zürich, 2015-2016

Projektleitung Christof Elmiger

Die einmischen Stein-, Dohlen- und Edelkrebse kommen im Kanton Zürich vielerorts nur noch in isolierten Kleinbeständen vor und benötigen dringenden Schutz. Mit dem kantonalen Flusskrebs-Managementplan sollen die nötigen Grundlagen geschaffen werden, damit der Kanton Zürich den Schutz der einheimischen Krebsarten und die Bekämpfung der invasiven Krebsarten gemäss fischereirechtlicher Bestimmungen gezielt intensivieren kann.

Für den Flusskrebs-Managementplan wurden:

* über 2‘000 Beobachtungsdaten zusammengeführt oder neu erfasst und zu einem Beobachtungs-Atlas aufbereitet,

* ein Inventar aller heute bekannten Lokalbestände einheimischer Flusskrebse und invasiver Konkurrenzarten erstellt,

* kantonale Managementziele entworfen, welche den strategischen Rahmen bilden, um ein langfristiges Schutzprogramm lancieren und über längere Zeit aufrechterhalten zu können,

* ein Katalog mit Vorschlägen für dringliche lokale Schutz- oder Bekämpfungsmassnahmen erarbeitet (mit Hilfe der Werkzeuge aus obigen Schritten).

Mit Brutboxen Gewässer untersuchen;

Förderfonds naturemade star der EW Schils AG, 2013-2015

Projektleitung Alexandre Gouskov

Funktioniert die Fortpflanzung von Fischen in unseren Bächen? Mit Brutboxen kann die Ei-Entwicklung überwacht werden. Im Herbst vergraben Forellen ihre Eier im Bachbett. Bis zum Schlupf der Fischlarven im Frühling darf kein Feinsediment den Kiesgrund verstopfen, kein Hochwasser die Sohle umschichten und kein belastetes Wasser die Eier umspülen. Zur Fortpflanzung brauchen Forellen also nicht nur „schöne“ Bäche, sondern auch eine gute Wasserqualität.
Im kanalisierten Schilsbach (SG) möchte man mit Revitalisierungs­massnahmen die Naturverlaichung der Seeforelle fördern. Aufgrund hoher natürlicher Feinsediment-Frachten bestanden aber Zweifel, ob die Fortpflanzung von Kieslaichern überhaupt funktioniert. Für den Fonds «naturemade star» der EW Schils AG hatten wir darum frisch befruchtete Eier in Brutboxen ausgebracht – tatkräftig unterstützt durch die Fischereiaufsicht. Die gute Entwicklung der Eier und Fischlarven zeigte, dass Massnahmen zur Förderung der Naturverlaichung am Schilsbach sinnvoll sind.

Machbarkeitsstudie zur Förderung der Fischgängigkeit;

WWF, naturemade star-Fonds von ewz, 2015-2016

Projektleitung Alexandre Gouskov

Auf Basis des erneuerten Gewässerschutzgesetzes planen die Kantone Grossprojekte zur Revitalisierung von Fliessgewässern und Verbesserung der Fischgängigkeit. Wanderhindernisse an kleineren Bächen fallen leider häufig durch die Maschen dieser Sanierungsplanungen. FORNAT initiierte darum gemeinsam mit Projektträger WWF und Ingenieur-Partner Basler & Hofmann eine Machbarkeitsstudie, in deren Rahmen für vier ausgewählte Bäche im Kanton Zürich und Aargau konkrete Sanierungsmassnahmen, Kostenschätzungen und Empfehlungen erarbeitet wurden. Die Studie – finanziert durch den naturemade star-Fonds von ewz  – kommt zu erfreulichen Ergebnissen: Für verhältnismässig wenig Geld können kritische Wanderhindernisse durchgängig gemacht werden, ohne die Gerinnestabilität zu schwächen. Das Lebensraum- und Wandernetzwerk von Fischarten der Töss, der Reuss und des Greifensee kann somit um mehrere Kilometer in die Seitenbäche hinein verlängert werden. Der WWF ist dafür besorgt, dass diesen Abklärungen nun auch Taten folgen werden.

Weitere Projekte;

diverse Auftraggeber, seit 2009

Projektleitung diverse

Standortbestimmung Fischerei: Erarbeitung von Datengrundlagen, Zielsetzungen und Massnahmen-Vorschläge für eine nachhaltige Berufsfischerei in der Schweiz; in Zusammearbeit mit Infras und Aquabios; BAFU, 2016-2017

Entwicklung eines mehrstufigen Förderprogramms für das Bachneunauge im Kanton Zürich und Felderhebung von Grundlagendaten; WWF Schweiz, seit 2016

UVB-Voruntersuchung – Teil Gewässerökologie für die Neukonzessionierung des Etzelwerks am Sihlsee; SBB, 2014

Untersuchung der Fischbestände in der Restwasserstrecke des KW Taschinas zwecks Monitoring des Fischabstiegs an der Wasserfassung. Repower, seit 2009

Untersuchung zur Bestandesentwicklung der beiden Kleinfischarten Ghiozzo und Cagnetta im Tessin; Kanton Tessin & BAFU, 2015-2016

Kraftwerk Errbach (GR); Beteiligung am UVB, UBB sowie Durchführung des Fischabstiegs-Monitorings in den ersten Betriebsjahren; KRE AG, seit 2008

Aktualisierung der Methode zur Schadensberechnung bei Fischsterben in Fliessgewässern; in Zusammenarbeit mit Pèsch Viv: BAFU, seit 2016

Strategische Sanierungsplanung und Erhebung/Beurteilung der Fischgängigkeit aller Wasserkraftanlagen im Kt. ZH ; AWEL Kanton Zürich, 2012-2014

Sihl, Allmend Brunau: Langjähriges Monitoring der Revitalisierung mithilfe von Lebensraumkartierungen und Abfischungen. Erste Verbesserungsmassnahmen (Raubäume, Uferbepflanzungen) konnten im Rahmen des Unterhalts realisiert werden; ASTRA, seit 2010

Hochwasserschutzprojekt Wissenbach Boswil – Fischökologische Begleitung; Abteilung Landschaft und Gewässer Kanton Aargau, seit 2012

Umweltbericht Teil Fischökologie sowie Planungsberatung zur Erstellung einer Fischaufstiegshilfe für das Kleinwasserkraftwerk Trida-Laret; Gemeinde Samnaun 2012-2016.

Gewässerökologische Planunsbegleitung der Hochwassersanierung am Aabach Uster; AWEL Kanton Zürich, seit 2015

UVB Teil Fischökologie im Rahmen eines Ausbauprojekts des KW Schils; SAK, seit 2015

Bestandeskontrollen für Flusskrebs-Förderprojekte; DBVU Sektion Jagd und Fischerei Kanton Aargau, seit 2015

Fischökologisches Gutachten für die Festlegung der Restwassermengen einer Wasserfassung für Pistenbeschneiungen

Gewässerökologische Beratung/Baubegleitung im Rahmen eines Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekts an einem Bach mit Flusskrebsen; Gemeinde Horgen, 2016-2017

Gewässerökologische Beratung/Baubegleitung im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts an einem Bach mit Flusskrebsen; Gemeinde Hirzel, 2016

Gewässerökologisches Konzept und Umweltbaubegleitung für Sanierungs- und  Hochwasserschutzmassnahmen am Dorfbach Langnau; Gemeinde Langnau, 2012-2016

Für die Beurteilung der Mortalitätsrate der Proliferativen Nierenkrankheit (PKD) werden quantitative Befischungen an der Wigger durchgeführt; FIWI, 2014-2016

Umweltbericht Teil Fischökologie für den Bau eines Kleinkraftwerks im Gannitobel; Gemeinde Vals 2015-2016

Umweltbericht Teil Gewässerökologie für ein Kleinstwasserkraftwerk zur Energieversorgung von Funkanlagen auf dem Flüelapass; TBA Kanton Graubünden, 2013-2015

Jungfisch-Monitoring in den Flüssen Rhein, Aare, Reuss und Limmat mithilfe von Kleinfisch-Fallen zur Kontrolle der Nasen-Bestände im Kanton Aargau; DBVU Kanton Aargau, 2011-2014

Strategische Sanierungsplanung und Erhebung/Beurteilung der Fischgängigkeit der Wasserkraftanlagen im Kanton Schaffhausen; TBA Kanton Schaffhausen, 2012-2014

Vorher/Nachher-Untersuchung und Spülungsbegleitung zur  Stauraumspülung Molina (200’000 m3 Sediment). Erfassung und Bewertung der direkten und indirekten fisch- bzw. gewässerökologischen Folgen; Calancasca AG, 2012-2014

Geschiebebewirtschaftungskonzept Reuss – Fischökologische Beratung; in Zusammenarbeit mit Basler & Hofmann; DBVU Kanton Aargau, 2011-2013

Fischbestandserhebungen an der Glatt und im Glatt-Einzugsgebiet mittels semiquantitativer flächiger Elektroabfischungen nach Stufe F; FJV Kanton Zürich,  2013

Revitalisierung Chly Rhy Rietheim –  Fischökologisches Gutachten, Abteilung Landschaft und Gewässer; Kanton Aargau, 2011

Erarbeitung von Schutzmassnahmen für die Nase (gefährdete Fischart) im Rahmen des VGEP-Planungsverfahrens des Abwasserverband Aarau und Umgebung; AVAU, 2012

Fischökologische Erfolgskontrolle von Revitalisierungen an der Reppisch; in Zusammenarbeit mit V. Lubini; AWEL, 2010

Beurteilung der fischökologischen Auswirkungen periodischer Fassungsspülungen der Kraftwerksstufe Palü-Cavaglia (Habitatsaufnahmen und Abfischungen) und der Revitalisierungen Acquasela-Parabogl; in Zusammenarbeit mit Limex; Repower, 2011

Feldführer „Fische der Schweiz“; Redaktionelle Mitarbeit bei Kapiteln zur Ökologie und Bestimmung einheimischer Fische; SVS & SFV, 2009