Artenschutz &
Lebensraummanagement

Ohne Lebensräume keine Arten – Lebensraumgerechte Nutzungskonzepte, Schutz- und Pflegemassnahmen sind wichtige Grundbausteine, um artenreiche Lebensräume zu fördern und zu erhalten. Um gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schützen und zu fördern, braucht es fundierte Kenntnisse über ihre ökologischen Ansprüche, aktuelle Verbreitung und Gefährdungsursachen. Mit diesem Wissen können Entwicklungskonzepte, Schutzziele, Massnahmen und Pflegevorgaben erarbeitet werden, um ökologisch hochwertige oder naturschutzfachlich bedeutende Lebensräume zu schaffen bzw. zu erhalten und Arten gezielt zu fördern. Erfolgskontrollen geben Aufschluss darüber, ob die festgelegten Ziele erreicht werden und Aufwand und Ertrag im richtigen Verhältnis stehen.

Pflegeplan Ägeriried;

Amt für Raumplanung Kanton Zug, 2015-2016

Projektleitung Conny Thiel-Egenter

Für das Naturschutzgebiet Ägeriried im Kanton Zug wurden die Pflanzengesellschaften kartiert und seltene Pflanzen, Libellen Heuschrecken sowie Tagfalter erhoben. Basierend darauf und gestützt auf die aktuelle landwirtschaftliche Praxis wurde – in Zusammenarbeit mit dem Büro für faunistische Felduntersuchungen und Agrofutura – ein Pflegeplan erarbeitet.

Moorlibellenförderung im Kanton Zug;

Amt für Raumplanung Kanton Zug, 2015-2016

Projektleitung Daniela Keller

In den Naturschutzgebieten Eigenried und Ägeriried wurde die Situation von zwei stark gefährdeten Moorlibellen und ihrer Lebensräume untersucht. Laufende Fördermassnahmen im Rahmen der Moorregeneration, wie die Erstellung neuer Torfstiche, wurden evaluiert und praktische Umsetzungsmassnahmen für die weitere Förderung der beiden Arten vorgeschlagen.

Aktionsplan Frauenschuh Kanton Aargau;

Abteilung Landschaft und Gewässer Kantons Aargau, seit 2009

Projektleitung Conny Thiel-Egenter, Nina Richner

Im Jahr 2008 erarbeitete FORNAT den Aktionsplan der Orchideenart Frauenschuh für die Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau. Seit 2009 betreut FORNAT die Umsetzung dieses Aktionsplans an den bestehenden Standorten des Frauenschuhs im Kanton Aargau. Dazu gehören die Koordination der Pflege der Standorte und die Überprüfung der Bestandsentwicklung.

Einfluss des Bibers auf Flora und Fauna im Mädlesten-Ried;

Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, 2016

Projektleitung Urs Landergott

Seit der Biber im Mädlesten-Ried im Zürcher Weinland lebt, ist nicht mehr alles wie früher, bzw. einiges wieder wie viel früher. Inventarisiert wurde das Flachmoor von nationaler Bedeutung einst mit offenem Entwässerungsgraben und niedrigem Wasserstand. Diesen hat der Biber mit einem Damm eingestaut, die Moormulde überstaut und Lebensräume revitalisiert, aber auch Konflikte mit bestehenden Schutzzielen geschaffen. Über Baumstämme und Gräben hat FORNAT im Auftrag der Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich die Lebensräume, Vegetation, Flora und Libellenfauna erfasst und deren Veränderungen aufgrund der Biberpräsenz untersucht. Die Neubeurteilung der Situation wird Massnahmen begründen, die den Erhalt der gebietstypischen Naturwerte in Anwesenheit des Bibers gewährleisten sollen. Damit der Biber im Mädlesten die Biodiversität weiterhin möglichst verlustfrei fördern kann.

Schmetterlingsförderung Feusi-Egghof;

Gust und Lyn Guhl-Stiftung, Verein Schmetterlingsförderung, seit 2011

Projektleitung Urs Landergott

Der Trockenstandort Feusi beherbergt auf kleinster Fläche eine grosse Vielfalt von Schmetterlingen und Blütenpflanzen. Zusammen mit der Pächterin und dem Förster schaffen wir am benachbarten Waldrand und auf Seite Kulturland zusätzlichen Lebensraum: Es wird gezielt aufgelichtet, entbuscht und Weideland in Magerwiese überführt. Rasch entwickelten sich bisher arten- und blütenreiche Krautschichten und wichtige Raupenfutterpflanzen wie der Hufeisenklee konnten sich ausbreiten. Der Himmelblaue Bläuling dankt die Bemühungen bereits mit einer deutlichen Bestandszunahme. Die Vielfalt der Tagfalterfauna am Waldrand bleibt so erhalten und die Schmetterlinge nutzen die neuen Förderflächen rege.

UVB-Kiesgrube Tagelswangen;

Kies AG, 2016

Projektleitung Pia Schütz, Nina Richner

Im Auftrag der Kies AG wurden 2016 im Rahmen einer UVB-Voruntersuchung für die Kiesgrube Tagelswangen die Pflanzengesellschaften sowie Pflanzen der Roten Liste und Neophyten erhoben. Gleichzeitig wurden die Reptilien (Zaun- und Mauereidechse sowie Blindschleichen) kartiert.

Weitere Projekte;

diverse Auftraggeber, seit 1993

Projektleitung diverse

Forschungsprojekt „Einfluss verschiedener Unterhaltsmethoden an Böschungen von Verkehrsträgern auf Fauna und Flora“; VSS, ASTRA, BAV, BAFU, TBA Kanton Zürich seit 2017

Erhebung der biologischen Grundlagen und Erarbeiten eines Pflegeplans für das Naturschutzgebiet Rüssspitz in Zusammenarbeit mit dem Büro für faunistische Felduntersuchungen und Agrofutura; Amt für Raumplanung Kanton Zug 2016/17

Wirkungskontrolle der ökologischen Ersatzmassnahmen an der A4 zwischen Andelfingen und Flurlingen; ILU, 2016/17

Bericht zum Zustand und kartografische Grundlagen zum Schutz von Libellen ausserhalb der kantonalen Naturschutzgebiete im Kanton Schwyz; ANJF SZ, 2016

Feldaufnahmen für die Rote Liste der Wildbienen der Schweiz; CSCF, seit 2016

Entwicklungs- und Pflegekonzept Mettmenhaslisee-Gebiet; Fachstelle Naturschutz Kt. ZH, 2012-2016

UVB neue Kantonsstrasse Weiningen – Kartierung Lebensräume, Fauna, Flora und Neophyten Porta AG, 2016

Beurteilung Potenzial und Eignung verschiedener Intensivwiesen für Moorersatz aufgrund von Vegetationskartierungen; TBA Kanton Schwyz, 2015/16

Artbetreuung Aktionsplanarten Libellen: Monitoring der Sumpf-Heidelibelle und der Scharlachlibelle; Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, 2016

Neophytenkartierung Region Dietikon und Knonauer Amt, AWEL, 2015

Monitoring des Grossen Wiesenvögelchens im Boniswiler Ried;  Abteilung Landschaft & Gewässer Kanton Aargau, seit 2015

Monitoring der Scharlachlibelle und der Späten Adonislibelle im Mettmenhaslisee-Gebiet; Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, 2015

Erarbeitung eines Flusskrebs-Aktionsplans für den Kanton Zürich; FJV Kanton Zürich, 2015-2016

Kartieren der Vegetation sowie von Tagfaltern und Libellen für die Bewirtschaftungsoptimierung in der Moorlandschaft Breitried, Amt für Natur, Jagd und Fischerei Kanton Schwyz, 2015-2016

Erarbeitung eines mehrstufigen Förderprogramms für das Bachneunauge im Kanton Zürich; WWF Schweiz, seit 2016

Kartierung des Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings im Ägeriried in Zusammenarbeit mit dem Büro für faunistische Felduntersuchungen; Amt für Raumplanung Kanton Zug, seit 2014

Erarbeitung des Konzepts und Durchführung des Waldtagfaltermonitorings für den Kanton Zug in Zusammenarbeit mit dem Büro für faunistische Felduntersuchungen; Amt für Wald und Wild Kanton Zug, seit 2014

Kartierung der Bestandsdichte und Verbreitung des Östlichen Scheckenfalters im Naturschutzgebiet „Gräte“ der Gemeinde Merishausen. In Zusammenarbeit mit dem Büro für faunistische Felduntersuchungen. Kanton Schaffhausen, seit 2014

Untersuchung zur Bestandsentwicklung der beiden Kleinfischarten Ghiozzo und Cagnetta im Tessin; Kanton Tessin & BAFU, 2015-2016

Gutachten zum WSL-Bericht „Weitere Tiergruppen in der Wirkungskontrolle Biotopschutz“ für das BAFU und Entwurf „Fauna indicativa, Libellen“. Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, seit 2014

Leitung des Intensivförderungsprojektes „Seetal“ im Rahmen von WIESELLANDSCHAFT SCHWEIZ, seit 2013

Leitung der Arbeitsgruppe „Invasive Neozoa (AGIN-D)“ der Konferenz der Vorsteher der Umweltschutzämter, 2012

Neophytenkartierung an der Bünz; WWF, Abteilung Landschaft und Gewässer Kanton Aargau, 2012-2015

Regionales Wieselförderprojekt Schönenberg; Naturschutzverein Schönenberg, 2009-2011

Revision der Roten Liste der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen der Schweiz: Koordination der Arbeitsgruppe Mittelland Ost (MP2b); Info Flora, 2010 – 2014

Pilotprojekt Wildschweinmanagement; Sektion Jagd & amp; Fischerei Kanton Aargau, 2005-2010

Erarbeitung und Umsetzung Aktionsplan Frauenschuh und borstige Glockenblume; Abteilung Landschaft & Gewässer, Kanton Aargau, seit 2008

Redaktionelle Mitarbeit (Ökologie und Bestimmung einheimischer Fische) bei der Neuausgabe des Feldführers „Fische der Schweiz“ von SVS & SFV, 2009

Pflegeplan-Überarbeitung der Naturschutzgebiete der Stadt Adliswil, seit 2014

Vegetationskartierung und Bewirtschaftungsempfehlungen für das Breitried, Kanton Schwyz, 2015

Faunistische Abklärungen und Begleitung der Sanierung der Ricketwiler Weiher bei Räterschen; Gemeinde Elsau / Künzi Landschaftsarchitektur, 2013

Naturschutzfachliche Betreuung der kommunalen Schutz- und Vertragsobjekte von Dielsdorf; Gemeinde Dielsdorf, seit 2010

Fachberatung der Naturschutzkommission Regensdorf, seit 2002

Betreuung der Naturschutzgebiete im Areal des Flughafens Zürich; Fachstelle Naturschutz des Kantons Zürich, seit 1997

Faunistische Untersuchungen zum UVB des SBB Infrastrukturausbauvorhaben „Dorfnest“ zwischen Kloten-Bassersdorf; Basler & Hofmann, 2012

Faunistische Untersuchungen zum UVB für die Photovoltaikanlage in der Schweissmatt Kanton Luzern; Basler & Hofmann, 2012

Grünplanung der Umgebung des „Neubau Unterwerk Rümlang“ der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich; Ingenieurbüro Gujer AG, 2012

Ökologische Baubegleitung zur Sanierung der Landikonerstrasse bei Birmensdorf; Tiefbauamt des Kantons Zürich, 2011-2012

Grünplanung, Umgebungsgestaltung und ökologische Baubegleitung für das Zürcher Holzheizkraftwerk Aubrugg; Ecosens AG/ Frei+Partner AG, 2010-2011

Floristische und faunistische Abklärungen am Chüechliberg und im Mädlesten-Ried bei Hettlingen; Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, 2010

Erfolgskontrolle der Eichenförderung des Kanton Aargau anhand von Mittelspecht-Kartierungen; Abteilung Wald Kanton Aargau, 2008-2010

Monitoring der Flachmoore von nationaler Bedeutung im Klotener Riet; Auflage aus der 5. Bauetappe des Flughafens Zürich, 2000-2009

Neophytenkontrolle auf dem Areal des Flughafens Zürich; Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, 1993-2006

Planung und Baubegleitung bei der Gestaltung des Feuchtgebiets in der Halbmatt; Ersatzmassnahme bei der 5. Bauetappe des Flughafens Zürich, 1999-2004